Warnemünde-Guide Historisches - Warnemünde eine alte Perle an der Ostsee

 

Warnemünde: eine alte Perle an der Ostsee

Warnemünde und seine Entstehung
Ab dem Jahre 1200 siedelten die ersten Bürger aus Niedersachsen und Friesland in dieser Gegend und gründeten das Dorf Warnemünde. Die damalige Bebauungsfläche beschränkte sich auf die Vorderreihe und die Hinterreihe des alten Stroms, welcher zu dieser Zeit der Warnowabfluss zur Ostsee war. Bis heute sind noch uralte Häuser aus dieser Zeit erhalten geblieben und auch das Stadtbild hat sich kaum verändert.
Die Vorderreihe am alten Strom und die Hinterreihe (die heutige Alexandrinenstraße) gehören immer noch zu den attraktivsten Straßen Warnemündes. Da der Ort Warnemünde das direkte das Tor zur Ostsee ist, gemeindete Rostock dieses arme unbedeutende Fischerdörfchen bereits im Jahre 1264 ein. 1288 kümmerten sich die Stadtoberen um die Instandhaltung des Warnemünder Hafens, da dieser ein wichtiger Handelspunkt im nördlichen Ostseeraum ist.

Ab dem 18. Jahrhundert gewann Warnemünde langsam an Bedeutung als Badeort. Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts verzeichnete der Ort fast so viele Badegäste wie Einwohner. 1873 gab es dann die erste Direktverbindung einer Fähre von Warnemünde nach Falster in Dänemark, 1886 wurde der neue Fähranleger in Gedser zur direkten Fährverbindung zwischen Warnemünde und den dänischen Nachbarn. Im Jahre 1897 entstand das Wahrzeichen, der Leuchtturm, mit einer Höhe von 30 Meter. Er ist noch heute in Betrieb. Ab dem Jahre 1903 richtete man eine direkte Eisenbahnverbindung nach Dänemark ein.

Im 19. Jahrhundert wurde Warnemünde ein immer bedeutender Bade-und Kurort, bedingt auch durch die neue Bahnlinie. 1926 begann man mit dem Bau eines Kurhauses und des Kurgartens.
Zu einer weiteren Bereicherung des Kurbades wurde 1927 der „Teepott“ mit seiner einzigartigen Dachkonstruktion erbaut. 1945 brannte er nieder.

Nach dem Kriege 1949 gehörte das Ostseebad Warnemünde zur DDR, was alles veränderte.
Anfang der fünfziger Jahre entstanden die Neptun-Werft mit rund 8500 und das Fischkombinat mit 16000 Beschäftigten. Es waren die größten Arbeitgeber der Region. Der Warnemünder Hafen und der dazugehörige Überseehafen wurden gesperrt und an der Küste patroullierten Wachboote. Die Strände gehörten überwiegend der linientreuen Gewerkschaft FDGB und wurden fast ausschließlich von deren Gästen belegt. 1968 entstand der neue „Teepott“ als Café.
Die größte, bis weit über die Grenzen bekannte Attraktion, war das von Skandinaviern 1971 erbaute Neptun Hotel mit 19 Stockwerken und 337 Zimmer. Hier gab sich Politiker aus Ost und West die Klinke in die Hand.

Nach dem Zusammenbruch der DDR 1989 änderte sich das Bild rasant. Die Neptunwerft wurde in kleine Fachbetriebe zerteilt, das Fischkombinat löste sich auf und es siedelten sich kleine Firmen dort an. Die DSR-Reederei veränderte sich und veranstaltet Kreuzfahrten, zu denen auch die AIDA zählt.
Die schönen Häuser am Strom wurden alle saniert, Fischerboote verkaufen Fisch und belegte Brötchen. Im Neptun-Hotel befindet sich Deutschlands erstes und einziges Thalasso-Zentrum. Auf der Strecke Rostock-Warnemünde verkehren die neuesten Züge. Warnemünde hat den längsten und mit 150 Meter breitesten Strand.
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