Die Sache mit den Kopflinden

Wäre die Sache mit den Kopflinden in der Mühlenstraße von Rostock-Warnemünde nicht so populär, könnte man einen Krimi daraus machen. So wird es wohl ein Drama!

Mühlenstraße, Rostock-Warnemünde

Das ehemalige Fischerdorf

Anfang der 1320er Jahre kaufte die Stadt Rostock ein kleines Fischerdorf, um sich den Zugang zur Ostsee auf Dauer zu sichern. Der Plan ging auf und aus dem einstigen Fischerdorf entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte ein pulsierender Stadtteil, welcher heute einer der beliebtesten Stadtteile Rostocks ist – nach der KTV wohlgemerkt! Jedoch ist Warnemünde überregional – und gerade bei Touristen – wohl der Bekannteste.

Was macht Warnemünde so einmalig?

Zugegeben, da gibt es das größte Kapital: Warnemündes weitläufiger Strand. Doch das wahre Warnemünde kann der Gast erst hinter der Strandpromenade kennenlernen: Am Alten Strom zum Beispiel, der Bummelmeile an der Waterkant, oder bei einem Spaziergang durch eine der sechs Querstraßen rüber zur Alexandrinenstraße. Beide Straßen geben dem Ostseebad das einmalig, maritime Flair des Stadtteils. Doch wartet Warnemünde mit einem dritten Straßenzug auf, der ebenso charakteristisch ist für das Ostseebad Warnemünde.

Die Kopflinden in der Mühlenstraße

Die Mühlenstraße in Rostock-Warnemünde ist einer der sieben zentralen Straßenzüge, welcher in Warnemünde zum Kirchplatz und somit ins Zentrum des ehemaligen Fischerdorfs führt. Und nebenbei erwähnt haben wir da schon wieder die magische Zahl Sieben, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Hansestadt Rostock zieht. Doch mit Magie hat der „Streit“ um die Kopflinden in der Mühlenstraße wenig zu tun. Er ist hausgemacht! Wie kann es auch anders sein. Sind die letzten 66 der einst 111 Kopflinden in der Mühlenstraße doch mehr als nur Bäume. Die Kopflinden geben der Mühlenstraße ein „Gesicht“. Sie sind für die Straße und für Warnemünde so charakteristisch wie der schiefe Turm für Pisa, der Tafelberg für Kapstadt oder die Palmen in den Straßen von Malibu und L.A. – Warnemünde ohne Kopflinden, einfach unvorstellbar! Das sehen neben den Anwohnern auch viele Rostocker so! Und so wurde ein Bürgerbegehren initiiert, in dem die erforderliche Anzahl an Unterschriften zusammengekommen ist. Wodurch die Bürgerschaft entscheiden muss, ob sie das Anliegen der Unterschriftensammlung akzeptiert oder ob ein Bürgerentscheid über die Baumfällarbeiten im Zuge einer geplante Sanierung der Straße angestrebt wird. Die Diskussionen um die Kopflinden werden also weiter gehen!

Eine endgültige Entscheidung über die dringend notwendige Sanierung der touristisch bedeutsamen Straße fällt frühestens im September.

Über den Autor

Sven R.
Sven R.

Hi, ich bin Initiator von Warnemünde Guide, ein Küstenkind und son waschechter Rostocker Jung. Deshalb dreht sich auf diesem Blog auch alles um das vielleicht schönste Ostseebad überhaupt: Warnemünde!

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